Das Thema erneuerbare Energie

Eine Gefahr für unsere Umwelt, Wirtschaft und Industrie und außerdem kostspielig für uns alle.

Der Hintergrund

Holz ist eine wertvolle Ressource, die im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energiequellen aufgrund der zur Verfügung stehenden Bodenfläche und der Länge des Wachstumszyklus eingeschränkt ist. In Großbritannien wird die derzeit nachhaltig bewirtschaftete Ernte von Norbord und anderen Herstellern über einen Lebenszyklus von Wachsen / Verwenden / Wiederverwenden / Recyceln voll ausgeschöpft – und dann und nur dann der Energiegewinnung zugeführt.
 
Dank dieses verantwortungs- und umweltbewussten Lebenszyklus wird Kohlenstoff erst über viele Jahre hinweg gelagert, bevor er schließlich bei der Verbrennung zwecks Energiegewinnung wieder in die Atmosphäre freigegeben wird.
 
Im Rahmen ihres Engagements für eine kohlenstoffarme Wirtschaft und des gesetzlichen Quotensystems „Renewables Obligation“ (RO) hat die britische Regierung Zuschüsse für Stromerzeuger eingeführt. Diese Zuschüsse sind ein Anreiz für die Verbrennung von Holz nur aus Gründen der Stromerzeugung bei einer Effizienz von weniger als 30%.
 

Die Problematik

Die Holzplattenindustrie ist komplett auf britisches Holz (Frisch- und Altholz) angewiesen, weswegen der große Biomasseenergie-Sektor jetzt großen Druck auf sie ausübt. Einfach ausgedrückt heißt das, dass unsere Industrie in Gefahr ist, weil die Stromerzeuger es sich aufgrund der staatlichen Zuschüsse erlauben können, mehr als das Doppelte des Preises zu zahlen, den die britische Holzplattenindustrie derzeit für ihre Primärrohstoffe zahlt. Folglich sind die durchschnittlichen Holzpreise in den vergangenen fünf Jahren um 60% gestiegen.
 
Und das Problem scheint sich zu verschärfen. Die Zahl der Anträge auf Baugenehmigungen für Biomassekraftwerke, die durch Verbrennen von Holz Strom erzeugen, ist in letzter Zeit emporgeschnellt. Diese Kraftwerke können ein Vielfaches der gesamten britischen Holzernte verbrauchen. Außerdem plant die britische Regierung Zuschüsse für das Anreizprogramm für Erneuerbare Energie (RHI), die den Markt noch stärker verzerren werden.
 

Die Wirkung

Die Gefahr für die Holzplattenindustrie ist nicht von der Hand zu weisen, wobei die aktuelle Gesetzgebung noch umfassendere Konsequenzen nach sich zieht:
 
Mit dem Untergang der Holzplattenindustrie würden Tausende von Arbeitsplätzen in Großbritannien verloren gehen, viele von ihnen in der Fertigung, was die ohnehin schon stark angeschlagene Wirtschaft weiterhin schwächen würde. Die Umweltbelastung, d. h. das ineffiziente Verbrennen von Holz, wird in Großbritannien zu einem Nettoanstieg der CO2-Emissionen in Höhe von mehreren Millionen Tonnen führen. Der britische Steuerzahler, der durch die steigenden Energiekosten der Haushalte ohnehin schon gebeutelt ist, zahlt in Form von verborgenen Rechnungsgebühren für diese sogenannten „grünen“ Zuschüsse jährlich £810 Mio. Verbraucher werden - bedingt durch die steigenden Kosten der Rohmaterialien - erhebliche Preissteigerungen bei Holzplatten und anderen Erzeugnissen in Kauf nehmen müssen. Dies wird sich äußerst negativ auf die britische Handelsbilanz auswirken, da wir Holz importieren müssten, um die Nachfrage zu befriedigen. Verzerrung der „Gebrauchshierarchie“ von Holz, der sich die britische Regierung gegenüber verpflichtet hat. 
 

Was wird dagegen getan?

Die von der Wood Panel Industries Federation eingeläuteten Kampagnen Make Wood Work und Stop Burning our Trees, die die Unterstützung von Norbord und den anderen britischen Plattenherstellern sowie von anderen, mit Waldprodukten handelnden Organisationen erfahren, sind landesweite Kampagnen, die die Regierung zur bestmöglichen Verwendung dieses wertvoll und nur begrenzt zur Verfügung stehenden Materials bewegen sollen.
 
In Zusammenarbeit mit führenden Organisationen innerhalb der Baubranche leisten wir derzeit Lobbyarbeit, um die Regierung zur Prüfung der aktuellen und geplanten Gesetzgebung zu bewegen. 
Ein erster Antrag wurde dem Parlament bereits zur Unterstützung der Kampagne „Make Wood Work“ vorgelegt. 
 
Wir bitten die Regierung insbesondere um:
 
  • Respekt für die verpflichtende „Gebrauchshierarchie“ beim Gesetzesentwurf. 
  • Prüfung der RO- und RHI-Anreize bzgl. ihrer Verzerrung dieser Hierarchie. 
  • Anregung zur Verwendung von Holz zur Energiegewinnung als Kohlenstoffspeicher erst nach abgeschlossenem vollen Lebenszyklus. 
  • bessere Integration des Prozesses über disparate staatliche Behörden hinweg und Einsatz für eine Ausdehnung produktiver Waldgebiete und deren Umsetzung. 
  • volle Zusammenarbeit mit der Holzverarbeitungsindustrie, wie uns dies die Wood Panel Industries Federation (WPIF) und Confor (Confederation of Forest Industries) zeigen. 
 

Wie können Sie helfen?

Die Biomasse-Problematik wirkt sich negativ auf die britische Wirtschaft und unsere Umwelt aus und gefährdet durch diese neue Gesetzgebung mehrere Tausend Arbeitsplätze.
 
Bitte unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Unterschrift auf der Petition.
 
Klicken Sie bitte auf die nachstehenden Links, um unsere neuesten Nachrichten herunterzuladen und auf ausführlichere Informationen zuzugreifen. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch unter http://www.makewoodwork.co.uk und http://stopburningourtrees.org.
 
 
 
 


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